Mr. Teeniefilm hätte heute seinen 75. gefeiert
Was habe wir gelacht - was haben wir geweint... Regisseur John Hughes hat in den 80ern das Genre der Coming of Age-Geschichten für uns revolutioniert.
Was habe wir gelacht - was haben wir geweint... Regisseur John Hughes hat in den 80ern das Genre der Coming of Age-Geschichten für uns revolutioniert.
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We're all pretty bizarre. Some of us are just better at hiding it, that's all.
Er war auch etwas "merkwürdig", aber in Hollywood konnte er es gut verbergen: John Hughes, der einflussreiche amerikanische Filmemacher, Drehbuchautor und Produzent. Er ist für seine Teenie- und Familienfilme zum Kultregisseur geworden. John Hughes wurde vor genau 75 Jahren in Lansing, Michigan, geboren und verstarb am 6. August 2009 in New York City.
John Hughes' eigene Jugend prägte ihn stark und beeinflusste seine Arbeit als Filmemacher. Er wuchs in den 1950er und 1960er Jahren in den Vororten von Chicago auf, insbesondere in Northbrook, Illinois, einem Vorort, den er später oft in seinen Filmen als Inspiration verwendete (in den Filmen oft "Shermer, Illinois" genannt). In den Vororten fühlte sich John Hughes oft isoliert und entfremdet, ein Thema, das später in seinen Filmen auftaucht. Er beschrieb die Vororte als eine Umgebung, die oberflächlich harmonisch wirkt, aber unter der Oberfläche mit Unsicherheiten und sozialen Spannungen gefüllt ist. John Hughes fühlte sich in seiner Jugend oft als Außenseiter. Er war nicht unbedingt der beliebteste oder sportlichste Schüler und zog es vor, seiner Fantasie nachzuhängen. Diese Erfahrungen flossen in die Figuren seiner Filme ein, wie den schüchternen Brian in The Breakfast Club oder den cleveren, aber zurückhaltenden Ferris in "Ferris macht blau".
In seiner Jugend entwickelte John Hughes eine Liebe zur Musik, insbesondere zu Rock und Pop, die später die Soundtracks seiner Filme stark beeinflusste. Die Songs in seinen Filmen wurden oft bewusst gewählt, um die Emotionen und die Atmosphäre bestimmter Szenen zu verstärken. Wie viele Jugendliche erlebte John Hughes in seiner Teenagerzeit romantische Verwirrungen und Herzschmerz, wichtige Themen seiner späteren Filme. Seine Fähigkeit, die Unsicherheiten und Hoffnungen von Teenagern darzustellen, wurde durch diese Erfahrungen geprägt.
John Hughes war ein kreativer Jugendlicher und begann schon früh, seine eigene Welt zu erschaffen. Später, als er in der Werbebranche arbeitete, verfeinerte er seine Fähigkeit, Geschichten präzise und emotional ansprechend zu erzählen. Diese Fähigkeiten stammen teilweise aus seiner Jugend, in der er sich oft in Tagträume flüchtete.
Ja, es gibt viele Filmemacher und Drehbuchautoren, die ähnliche Themen wie John Hughes behandelt haben oder vergleichbare Karrieren gemacht haben, insbesondere durch die Fokussierung auf Jugendliche, Coming of Age-Geschichten und humorvolle, lebensnahe Erzählungen. Aber in seiner Zeit war John Hughes einzigartig. In jüngerer Zeit folgen viele Regisseure seinem künstlerischen Vorbild:
Vergleichbar durch: Kevin Smith verbindet Humor und Reflexion in Filmen, die oft Außenseiter und Jugendliche in Mittelpunkt stellen. Sein Film "Clerks" (1994) und andere Werke wie "Mallrats" (1995) spiegeln eine ähnliche Affinität für Subkultur und Alltagshumor wider.
Vergleichbar durch: Sophia Coppola fokussiert sich oft auf isolierte, introspektive Charaktere. Ihr Film "The Virgin Suicides" (1999) behandelt Teenager-Themen auf eine melancholische und einfühlsame Weise.
Vergleichbar durch: Greta Gerwig hat mit Filmen wie "Lady Bird" (2017) gezeigt, dass sie ähnlich wie John Hughes fesselnde, sensible Geschichten über Teenager erzählen kann. "Lady Bird" erforscht die schwierige Beziehung zwischen einer Mutter und ihrer Tochter während des Übergangs ins Erwachsenenleben.
Vergleichbar durch: Richard Linklater teilt John Hughes' Interesse an authentischen Charakteren und der Darstellung von Alltagsmomenten. Sein Film "Dazed and Confused" (1993) ist ein Kultklassiker, der das Leben von Teenagern in den 1970er Jahren an ihrem letzten Schultag darstellt.
Dass es sozusagen eine ganze Generation von Regisseuren gibt, die John Hughes als Vorbild nennen, liegt insbesondere auch an der Popularität solcher Geschichten. Coming of Age-Geschichten faszinieren, weil sie universelle Erfahrungen einfangen, die alle teilen. Sie sprechen die Unsicherheiten, Herausforderungen und Momente der Selbstfindung an, die das Erwachsenwerden mit sich bringt, und schaffen so eine tiefe Identifikation. Jeder, der diese Phase durchlebt hat, kann sich in den Protagonisten und ihren Kämpfen wiedererkennen. Für Erwachsene kommt eine zusätzliche Ebene hinzu: Nostalgie. Das kennen alle 80s-Fans. Die Geschichten erinnern uns an unsere eigene Jugend – an die Höhen und Tiefen, die ersten großen Entscheidungen und die emotionalen Momente, die uns geprägt haben.
John Hughes wurde am 18. Februar 1950 geboren. Heute wäre er 75 Jahre alt geworden. Also ist heute der perfekte Tag für ein paar John Hughes-Filmtipps:
Regie: Howard Deutch, Drehbuch John Hughes
Eine romantische Coming of Age-Geschichte über eine Highschool-Schülerin aus einfachen Verhältnissen, die sich in einen Jungen aus der Oberschicht verliebt. Der Film thematisiert Klassenschranken, Identität und Freundschaft.
Besonderheit: Molly Ringwald in der Hauptrolle und ein legendärer 80er-Soundtrack.
Regie und Drehbuch: John Hughes
Zwei Teenager erschaffen mit einem Computer eine perfekte Frau, die ihr Leben verändert. Die Sci-Fi-Komödie kombiniert absurde Situationen mit klassischem Teenie-Humor.
Besonderheit: Humorvolle Mischung aus Coming-of-Age und Science-Fiction.
Regie und Drehbuch: John Hughes
Ferris Bueller, ein charismatischer und cleverer Highschool-Schüler, beschließt, die Schule zu schwänzen und einen unvergesslichen Tag voller Abenteuer zu verbringen.
Besonderheit: die ewige Frage, ob für den Film wirklich ein 1961er Ferrari 250 GT California Spyder zerstört wurde
Regie und Drehbuch: John Hughes
Eine Familie bittet ihren schrulligen und unkonventionellen Onkel Buck, auf die Kinder aufzupassen. Chaos und herzerwärmende Momente folgen.
Besonderheit: John Candy in einer seiner denkwürdigsten Rollen.
Regie und Drehbuch: John Hughes
Eine humorvolle und emotionale Geschichte über die Höhen und Tiefen des Ehelebens und die Vorbereitung auf die Elternschaft.
Besonderheit: Der Film richtet sich an ein etwas älteres Publikum als Hughes' übliche Werke.
Regie: Harold Ramis, Drehbuch John Hughes
Die chaotische Reise einer Familie, die versucht, den Vergnügungspark Walley World zu erreichen.
Besonderheit: Der Film etablierte die Griswold-Familie, die später in mehreren Fortsetzungen wiederkehrte.
Regie: Howard Deutch, Drehbuch John Hughes
Eine romantische Highschool-Geschichte über Freundschaft, Liebe und die Suche nach dem eigenen Weg.
Besonderheit: Ähnelt in vielen Aspekten "Pretty in Pink", bietet aber eine neue Perspektive.
Regie und Drehbuch: John Hughes
Eine herzerwärmende Komödie über ein cleveres Waisenmädchen und ihren gutmütigen Betrüger-Begleiter, die das Leben einer erfolgreichen Anwältin durcheinanderbringen.
Besonderheit: John Hughes' letzter Film als Regisseur
"Kevin – Allein zu Haus" wird oft als ultimativer John Hughes-Film gesehen. Allerdings war er nicht der Regisseur, sondern der Drehbuchautor und Produzent. Der Film wurde von Chris Columbus inszeniert, basiert aber vollständig auf einer Idee und einem Drehbuch von John Hughes. Für 80er-Fans: Der Film ist komplett ein Kind der 90er, er wurde ab dem 14. Februar 1990 gedreht und wurde ab Ende 1990 in den Kinos gezeigt. Aber liebe 80s80s-Fans, die Outfits der Familie McCallister sehen im Film dennoch krass nach 80ern aus.
In unserem Jahrzehnt, den 1980er Jahren, war John Hughes einer der produktivsten Drehbuchautoren und Filmemacher Hollywoods. Seine Drehbücher, die sich durch Humor, Herz und einfühlsame Charaktere auszeichnen, haben das Teenie- und Komödien-Genre nachhaltig geprägt. Viele seiner Werke sind bis heute zeitlose Klassiker. Also drücken wir ein Auge zu und packen auch zwei seiner Filme aus den 90ern auf die Watchliste.
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